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BUCHEMPFEHLUNG

Schwerter zu Pflugscharen

Buchautor: Ron Paul


„Drohnen und Bomben zu bauen, Dinge in die Luft zu sprengen, Menschen zu töten und so den Hass auf uns zu lenken, um auf diese Weise das Bruttoinlandsprodukt, angeblich zum Wohle aller, zu steigern, löst keine wirtschaftlichen Probleme. In Wirklichkeit wird das Land nämlich ärmer, der Lebensstandard sinkt, und die Preisinflation verschlimmert sich. Krieg bringt Tod, Leid und Zerstörung mit sich und befördert dadurch Furcht und Verzweiflung. Die Profiteure beklagen sich nicht. . Die Interventionisten werden jede Ausrede nutzen, um Kriege zu schüren, so auch oft die zutiefst falschen Argumente, warum Krieg gut für die Wirtschaft sei.“

Wenn ich ein Buch kaufe, dann weil ich es erst einmal haben will. Es kann dann sein, dass Jahre vergehen, bis ich das Buch aus dem Regal hole und lese. So auch bei diesem Buch. Seit mehr als dreieinhalb Jahren beobachten wir einen Krieg vor unserer Haustür, ineinander wie Bestien verbissene Armeen, um die herum ein Veitstanz tobt, ein Hexensabbat der Politik, der immer mehr Menschen verrückt zu machen schein tund Anlaß genug war, das Buch endlich aus dem Regal zu holen und zu lesen, um vielleicht neue Erkenntnisse und Sichtweisen zu erhalten. Der Russland-Ukraine-Konflikt kann durch-aus als Stellvertreterkonflikt der USA bezeichnet werden. DasBuch beinhaltet eine kritische Auseinandersetzung mit der Geostrategie und Außenpolitk der USA, wobei der Aufbau in zwei Themen zu unterteilen ist. Zum einen beschreibt der Autor sein Ideal vom freien und guten Gemeinwesen, in desssen Rahmen die einzelnen Regionen der Erde in einem friedlichen und wirtschaftlichen Wettbewerb zueinander stehen. Die internationale Arbeitsteilung, so der Autor, sei zum Nutzen aller Menschen und Völker. Im zweiten Themenbereich beschreibt Ron Paul die reale Welt der US-Politk und nimmt hierbei kein Blatt vor den Mund. Er lehnt die Rolle der USA als „Weltpolizist“ ab und geht mit seinen Landsleuten, insbesondere mit der Politkaste und der Bürokratie hart ins Gericht. Kein Staat, so der Autor, habe das Recht, sich zum Weltpolizisten aufzuschwingen. Im Krieg Billionen Dollar für Bomben und Rake-ten, Flugzeuge, Fahrzeuge, Boote, Gebäude, Infrastruktur und Menschen auszugeben, bedeute, dass die Menschen Billionen Dollar weniger zur Verfügung haben, um ihre friedlichen Bedürfnisse zu erfüllen. Obwohl die Kriegsausgaben von den staatlichen Institutionen positiv für das Wirtschaftswachstum und das BIP gewertet werden, stellen sie jedoch in der Realität einen Verlust dar. Hinzu kommt, dass diese Rechnungen mit Krediten und neu gedrucktem Geld beglichen werden und so künftige Verpflichtungen erhöhen und höhere Belastungen für die nächste Generation verursachen. Investitionen in Rüstung sind totes Kapital. Der Staat erhöht die Geldmenge, mit denen zwar zunächst neue Waren geschaffen werden. Aber wie Konsumkredite erhöhen diese Güter nicht die Produktivität. Im Gegenteil - sie zerstören sie im Kriegsfall.

Statt den Weltpolizisten spielen zu wollen, empfiehlt der Autor sich neutral zu verhalten. Um die Ausgaben zu rechtfertigen, so der Autor, sei eine immense Propaganda erforderlich, wobei sich auch die Medien mitschuldig machen und stets zur Stelle sind, indem sie die Politik unterstützen und für den Krieg werben und erklären, warum eine Konfrontation notwendig sei. Die Propagandisten versuchen die Menschen zu täuschen. Sie sollen glauben, dass es patriotische sei, Kriege zu unterstützen. Dem hält er entgegen, dass das Gegenteil der Fall ist und es patriotisch ist, den Frieden zu unterstützen.

Fazit:Das Buch, das zwar für die Sicht auf die USA geschrieben ist, kann man heute aber auch auf die Lage vor allem in Westeuropa stülpen. Wenn Staatsmacht und Medien nach Waffen, Sieg und militärischer Aufrüstung brüllen, wenn jene, die sich für Verhandlungen und Kompromisse engagieren, plötzlich als Handlanger des Bösen gelten oder als Verräter, wenn alle stramm stehen und die Deutschen auf einmal wieder der ganzen Welt erklären müssen, warum es im Osten kein Pardon geben darf, dann nähert sich der Punkt, wie es der Autor so schön beschrieben hat, dass es des Moments bedarf, dass die Menschen für Frieden auf die Straßen gehen müssen. Hoffen wir, dass es wieder geschieht, wegen der Idee der friedlichen Koexistenz, deren Zeit gekommen ist, weil das System versagt hat. Die Rolle des Staates der müsse sich ändern. Ein Friedenskämpfer mit einer wahrhaft heroischen Haltung war kein geringerer als Muhammed Ali. Er zeigte sich standhaft und weigerte sich, Tausende von Meilen von zu Hause entfernt, sich für den Krieg zu engagieren und gar Menschen zu töten, die ihm niemals irgendwelchen Schaden zugefügt haben. Lasst uns alle etwas mehr wie Muhammed Ali sein und uns gegen die Propagandisten auflehnen. Wenn das gelingt, hat diese großartige Buch einen wichtigen Beitrag geleistet. Ein bisschen Hoffnung bleibt.

Über den Autor:

Ron Paul ist ein US-amerikanischer Politiker. Er ist Mitglied der Libertarian Party und war zwischen 1976 und 2013 mit Unterbrechungen republikanischer Abgeordneter im Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten. Er bewarb sich parteiintern um die republikanische Kandidatur zu den US-Präsidentschaftswahlen 2008 und 2012. Er wurde zugleich gefürchtet und bewundert, denn er stimmte gegen jeden Gesetzesentwurf, der seiner Meinung nach gegen den Geist der US-Verfassung verstieß – egal ob der Gesetzesentwurf aus den eigenen Reihen oder vom politischen Gegner kam.

Ein professionell gekleideter Mann, Jürgen Kientz, in schwarzem Anzug und weißem Hemd, der die konservative und verantwortungsvolle Vermögensverwaltung von Azemos, einer banken- und produktunabhängigen Vermögensverwaltung aus Offenburg, repräsentiert. Er ist Vermögensverwalter & Analyst.

Jürgen Kientz 


Vermögensverwalter & Analyst

Jürgen Kientz ist Vermögensverwalter und Analyst bei uns. In seinen Buchempfehlungen stellt er ausgewählte Titel vor und ordnet ein, welche Gedanken und Perspektiven sie besonders lesenswert machen.